Lucas BACMEISTER

Lucas BACMEISTER

Characteristics

Type Value Date Place Sources
Name Lucas BACMEISTER
Occupation Generlsuperintendent und Consistorialrat Stade search of this place

Events

Type Date Place Sources
birth 22. May 1672 Celle search of this place [1] [2]
burial Stade search of this place
baptism Celle search of this place
death 3. December 1748 Stade search of this place
marriage 7. October 1706 Celle search of this place [3]
marriage after 1715

Spouses and Children

Marriage Spouse Children
7. October 1706
Celle
Sophia Magdalene von HITZACKER
Marriage Spouse Children
after 1715
Agnese Barbara von HARLING

Notes for this person

BIOGRAPHISCHES: General Superintendent in Stade


Genoss seinen Schulunterricht in Celle und bezog 1691 die Universität Jena,
wo er Philosophie, Kirchengeschichte, Hebräisch, Syrisch und Rabbinisch vier
Jahre studierte. In den letzten Universitäts-Ferien hielt sich L.B. bei den
Superintendenten Bütemeister in Eutin und Sandhagen in Schleswig auf, welche
in der Bibel und Exegese besonders tüchtig waren, wodurch er grosse Anregungen
für das Studium dieser theologischen Fächer bekam. Von Schleswig aus ging er
auf die Universitäten Kopenhagen und Lund (in Schweden), wo er die Bekanntschaft
des hochgelehrten, schwedischen Bischofs Steuchius machte, von Lund nach Rostock
und Giessen (Äthiopisch). In diesen Universitäts-Städten pflegte L.B. zur
Bereicherung seines Wissens eifrigen Umgang mit den daselbst lehrenden, bedeutenden
Professoren. Im Jahre 1700 kehrte er nach neunjähriger Abwesenheit nach Celle
wieder zurück und wurde 1701 in dem in der Nähe liegenden Kloster Wienhausen
als Pastor angestellt. Von hier berief ihn das Consistorium 1711 als Ober-Stadtprediger
und Probst nach Uelzen, wo er nach drei Jahren auch die Superintendentur erhielt.
Doch der Drang, fremde Länder und Städte zu bereisen und dort Verkehr mit
gelehrten, klugen Männern zu pflegen, erwachte in Bacmeister von neuem und
veranlasste ihn, hierfür einen längeren Urlaub vom Consistorio zu erbitten. Auf
dieser Reise besuchte er die Universitäten Franacker, Leyden und Utrecht. Als
1720 der General-Superintendent der Herzogthümer Bremen und Verden, der Dr. theol.
Johannes Diekmann, gestorben war, bekam L.B. im Jahre 1722 auf Empfehlung seines
Schwagers, des Geheimen Kammerraths Albert Andreas von Ramdohr, dieses hohe Amt,
das er bis 1749 bekleidete. Er entwickelte als General-Superintendent eine sehr
segensreiche, rege Thätigkeit, indem er 200 Candidaten in ihr Amt einführte,
mit 80 Predigern Colloquien abhielt, im Consistorio 205 Studenten der Theologie
prüfte, in 60 Synoden den Vorsitz führte und häufig den Candidaten theologische
Vorlesungen über die biblischen Bücher, besonders die Episteln der Römer und
Hebräer, hielt; L.B. zeichnete sich durch grosse Wohlthätigkeit aus, die er aber
nur da übte, wo er sich von dem Vorhandensein wirklicher Bedürftigkeit und
Würdigkeit überzeugt hatte; auch in seinem Testamente hinterliess er noch Legate
für die Armen. Seinem lebhaften Familiensinn verdanken die Bacmeister die Stiftung
der noch jetzt so segensreich wirkenden Familien-Casse zu Celle, die er, wie
bereits in Theil II, Cap. II, unter ``III. Die Hannoversche Linie'' bemerkt, mit
seinen beiden Brüdern Johann Christian (II) und Arnold am 16. April 1716 zu Celle für
seine und ihre ehelichen Nachkommen gründete. Aus seinem Leben ist eine
Begebenheit erwähnenswerth, die für sein frommes, ernstes Wesen recht bezeichnend
sein dürfte. Einst unternahm er mit seiner zweiten Gattin, Agnese Barbara von
Harling, eine Badereise nach Pyrmont, wo sie erst am späten Abend ankamen und
deswegen in einem nahe vor diesem Orte belegenen Gasthause
vorläufig übernachteten.
In der Nacht wurde B. und seine Frau plötzlich durch Schreien und Wimmern aus
ihrem Schlafe aufgeschreckt, denn Mörder waren in das Wirthshaus
eingedrungen und
beraubten und tödteten die Wirthsleute sowie ihre Gäste! In dieser Schreckensnacht
gelobte Lucas seinem Gotte, dass jeder Sonntag ihres ferneren Lebens ein Buss-
und Bettag für sie sein solle, wenn Er ihn mit seiner Gattin vor diesem Schicksale
gnädig bewahre. Sein Flehen wurde erhört, denn die Bösewichter entdeckten
die beiden in ihrer Dachkammer nicht. Was er in jener Nacht gelobt hatte, hielt
er mit grösster Strenge, obgleich ihm das Fasten bei seinem späteren Siechthume
sehr schwer wurde,
weil er an Gesichtskrebs litt, der so schlimm war, dass B.
während des letzten Lebensjahres sein Haus nicht mehr verlassen konnte. Mit
grosser Hingebung durch seine Gattin gepflegt, endete ein sanfter Tod sein
schweres Leiden am 3. December 1749. -- Lebenslauf Nr. 14

Sources

1 Leichenpredikt EBELL, Heinrich Christoph; Signatur Cm 362
2
3 ALTES und NEUES aus den Herzogthümern Bremen und Verden, Band 9, 241

Database

Title LUCAS
Description

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