Theoderich DER OSTGOTEN

Theoderich DER OSTGOTEN

Eigenschaften

Art Wert Datum Ort Quellenangaben
Name Theoderich DER OSTGOTEN
Beruf König

Ereignisse

Art Datum Ort Quellenangaben
Geburt etwa 453 Fenekpuszta nach diesem Ort suchen
Bestattung Ravenna Theoderich-Park nach diesem Ort suchen
Tod 26. August 526 Ravenna nach diesem Ort suchen
Wohnen
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Heirat

Ehepartner und Kinder

Heirat Ehepartner Kinder

Theodora

Notizen zu dieser Person

Theoderich d. Große, alias Dietrich von Bern (= Verona) König der Ostgoten, * um 453 Fenekpuszta nahe dem Plattensee, I E um 473 mit Theodora (AL.2457703 B), II E 493 mit Audofleda, Tochter des Frankenkönigs Childerich (AL.64 D), + 26.8.526 an der Ruhr in Ravenna, begraben im bekannten Theoderichgrab. Bruder der Kgn. Amalfrieda d. Vandalen (AL.9833551 B) und der Kgn. Basena v. Thüringen und von Franken (AL.65 D). Entstammt ebenso wie der erste historisch bedeutende König der Ostgoten Ermanerich (+ nach 370), der von den Hunnen aus der Gegend des Schwarzen Meeres vertrieben wurde, dem Geschlecht der Amaler. 460 wird er von seinem Vater dem oströmischen Hof als Geisel übergeben und 10 Jahre lang in Byzanz erzogen. Kaiser Zeno macht ihn zum Magister Militum und Patricius der Römer undadoptiert ihn 474 sogar. 470 schlägt er für Kaiser und Reich gegen den Willen seines königlichen Vaters Thiudimer (AL.49/140 D) mit 6000 Kriegern die Theiss-Sarmaten, tötet deren König und erobert Singidunum (Belgrad) zurück. Von hier an datiert er später sein Königtum. 471 wird er 18jährig zum König gewählt und lässt Münzen mit seinem Bild prägen. Der Byzantiner Prokopius, Sekretär des oströmischen Feldherrn Belisar, berichtet von Theoderich u. a.: "Seine gewaltige Hand sorgte für Gerechtigkeit allerorten und war ein starker Schirm für Recht und Gesetz. Vor Einfällen benachbarter Barbaren bewahrteer sein Land. Seine Weisheit und Tapferkeit waren weitum gefürchtet und geehrt.Obgleich es dem menschlichen Charakter zu widersprechen scheint, liebten und verehrten ihn tatsächlich die Goten und die Italiker ohne jeden Unterschied." 474 beherrscht er gemeinsam mit seinen Onkeln Valamir und Vidimir Makedonien. 476 macht ihn Kaiser Zenon, dem er gegen den revoltierenden Goten Theoderich Strabo (d. h. der Schieler) beisteht, zum Waffensohn, obersten Heermeister und Patricius. Der bis 488 immer wieder unternommene Versuch einer gotischen Reichsbildung an der rumänischen Donau ist nicht von dauerndem Erfolg. 484 erzwingt er vom Kaiser die Übertragung des Consulats und lässt im selben Jahr seinen Konkurrenten um die gotische Königswürde Rekitarch umbringen, den Sohn des eben verstorbenen Theoderich Strabo. 489 schlägt erbei Verona den die Reste des weströmischen Reiches praktisch beherrschenden germanischen Skirenkönig Odoaker und belagert ihn anschließend jahrelang in Ravenna. Schließlich kommt es zu Verhandlungen, die auf eine Teilung der Herrschaft zwischen Odoaker und Theoderich hinauslaufen. Letzterer jedoch verhindert die Realisierung dieses Planes, indem er seinen Widersacher 493 eigenhändig erschlägt. Seit diesem Jahr nennt er sich König der Goten und Römer und legt sich den Beinamen Flavius zu, um seine Romanität zu dokumentieren. Seine Herrschaft erstreckt sich nun über Italien samt Sizilien, Dalmatien, einen Teil Pannoniens, Inner-Noricum und Rätien. Er errichtet die Kirche San Appolinare Nuovo, auf deren noch erhaltenen Mosaiken auch sein Königspalast dargestellt ist. Die einheimischen römischen Beamten belässt er im Amt, setzt aber in jeder Provinz einen gotischen Grafen ein. Er trachtet danach, eine Vermischung der gotischen mit der romanischen Bevölkerung zuunterbinden, wobei ihm die Verschiedenheit des Glaubens (arianische Goten, katholische Romanen) zu statten kommt. 491 besiegt er den Vandalenkönig Gunthamund und befreit Sizilien von der Tributpflicht. 500 jedoch verheiratet er seine verwitwete Schwester Amalafrida mit Gunthamunds friedfertigerem und jüngeren Bruder und Nachfolger König Thrasamund (AL.9833550 B). Im selben Jahr besucht er Rom und geriert sich dort wie ein römischer Kaiser. Um diese Zeit lässt er im Edictum Theodorici das gotische Stammesrecht kodifizieren, das er aber weitgehend mit den geltenden römischen Gesetzen in Übereinstimmung bringt. Nach der katastrophalen Niederlage und dem Schlachtentod des Westgotenkönigs Alarich II 507 bei Vouillé von der Hand seines Schwagers Chlodwig (AL.47/32 D) kommt er dem Brudervolk zu Hilfe und seinHeerführer Ibba (wohl der getreue Waffenmeister Hildebrand der Sage) entsetzt Arles und befreit Carcassonne und Narbonne. Bald jedoch wenden sich die Befreier gegen die Befreiten, Theoderich lässt den schwachen König Gesalech hinrichten und sich selbst zum König des nun vereinten gotischen Reiches erheben. 520 erleidet er eine Niederlage gegen den bayrischen Herzog Theodo und muss das heutige Oberbayern und Oberösterreich aufgeben, die er bis dahin ebenfalls beherrscht hat. 524 ist er über die Maßnahmen des oströmischen Kaisers Justinian I erzürnt, der arianische Christen, ebenso wie Juden und Heiden, von allen öffentlichen Ämtern ausschließen will. Er verdächtigt seinen langjährigen Berater, den Philosophen Boethius, sowie Papst Johannes I, der Komplizenschaft und lässt beide einkerkern und hinrichten. Als er zwei Jahre später selbst stirbt, wird seine Tochter Amalaswintha in Erbfolgestreitigkeiten verwickelt und das Reich der Ostgoten geht bald darauf zu Grunde.

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Hochgeladen 2016-07-04 19:10:10.0
Einsender user's avatar Joachim Saffert
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