Gregor BRAUSEK (PRAUSKA), GEN. MYSLIVEC

Gregor BRAUSEK (PRAUSKA), GEN. MYSLIVEC

Characteristics

Type Value Date Place Sources
Name Gregor BRAUSEK (PRAUSKA), GEN. MYSLIVEC
Occupation Bauer bzw. Chalupner und wohl fürstlicher Jäger (Hof ab 10.3.1623 Freiho 1616 Drslawitz, Böhmen search of this place
Occupation Witwer und Ausnehmer auf dem Hof seines Sohnes Gregor, auch 1660 bis 166 1658 Drslawitz, Böhmen search of this place

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Type Date Place Sources
death about 1665 Drslawitz, Böhmen search of this place

Spouses and Children

Marriage Spouse Children

Notes for this person

Wird im MB auf dem an zweiter Stelle im Dorf Drslawitz eingetragenen Hof als Witwer und Ausnehmer geführt (erste Stelle: Nikolaus Kauba, dritte Stelle: Georg/Gregor Bruha). Im ältesten MB von 1657/58 ist er als "Gregorius Prauska wittiber außnemb:" über dem Hofbesitzer von Nr. 2 "Gregorius Sohn" eingetragen; 1660 als "Rziha sein Vatter Wittiber" unter Gregor, der hier mit Nachnamen Jager genannt wird. Im MB 1661 ebenfalls als "Rziha sein Votter" bei Gregor eingetragen; Gregor wird Brausek genannt. Im MB von 1663/64 wird er durch ein Kreuz als verstorben bezeichnet. - Lt. Grundbuch Winterberg Nr. 19 (S. 8, Aufn. 8) übergab Gregor seine Chalupe "Folio 2" (= auf fol. 2 im Urbarbuch eingetragen, muß ein eigenes Buch gewesen sein, denn im vorausgehenden Grundbuch Winterberg Nr. 2 ist dieser Hof auf Fol. 5 verzeichnet) an den Sohn Gregor wegen Altersschwäche, eingetragen am 21.6.1658. Der Sohn muß 50 Schock meißnisch dafür bezahlen, wobei ihm aber 20 Schock als sein Erbteil angerechnet werden. 20 Schock hat er der Schwester Susanna im Laufe der nächsten Jahre ratenweise als deren Erbteil zu zahlen, der Vater erhält 10 Schock. Da keine weiteren Geschwister genannt werden, hatte Gregor anscheinend 1658 nur zwei noch lebende Kinder. - Nachname im Grundbuch Nr. 19 Brausek geschrieben. Lt. diesem Grundbuch war er 1665 noch am Leben, da ihm sein Sohn in diesem Jahr die letzte Rate der 10 Schock bezahlte. - Gregor Brausek ist wahrscheinlich identisch mit dem Rziha Misliwecz in Drslawitz im Grundbuch Winterberg Nr. 14 (sog. Freibuch), Aufn. 15, der am 15.2.1623 von Joachim von Kolowrat vom Totenfall befreit wurde. Auch im Grundbuch Nr. 2 heißt der Besitzer des im Grundbuch Nr. 19 "Fol. 2" genannten Hofes Rziha Mislywecz. Er kaufte lt. Aufn. 14, S. 13, Fol. 6, 1616 diesen Hof von Gallus (Hawel) Pisstierz. Verwandtschaft bestand eventuell zu Peter Mislywecz, der auf den an erster Stelle im Grundbuch Nr. 2 behandelten Kauba-Hof geheiratet hatte (er war in den 1620er Jahren der Stiefvater des oben genannten Nikolaus Kauba). 1625 ist die Chalupe entgültig schuldenfrei. Ab da folgen keine Einträge mehr im Grundbuch Nr. 2. Falls nicht ein Besitzwechsel, der nicht verzeichnet wurde, stattfand, dürfte Gregor Mysliwecz 1625 identisch sein mit Gregor Brausek 1658. Mysliwecz war wohl ein Berufsname, denn sein Sohn Gregor Brausek wird später als fürstlicher Jäger bezeichnet, vermutlich war daher auch Gregor selbst im Nebenberuf fürstlicher Jäger. Inwiefern eine Verwandtschaft zu einem letztmals 1602 im Grundbuch genannten Veit Braucźek bestand, der um 1592 die Chalupe des Andreas Brouczka in Drslawitz übernommen hatte (Aufn. 28, Pag. 28, Fol. 27), ist unklar. Nach Abzahlung der Schulden 1602 findet zu diesem Hof keine Eintragung bis 1652 statt; am 10.4.1652 wird diese Chalupe dann dem Ludwig Wogtiech aus Kratusin verkauft. Erbberechtigt sind die Waisen nach dem Andreas Sladek (der lt. WB schon 1640 verstorben war). Wie die Chalupe nach 1602 in den Besitz des Andreas Sladek (der lt. WB Richter war) kam, ist nicht im Grundbuch vermerkt. War Gregor Brausek mit Veit Braucźek verwandt? Dessen Bruder kann er nicht gewesen sein, da er nicht unter den Waisen des Andreas erscheint.

Database

Title Sippl
Description
Böhmerwald (Pfr. Sablat und Umgebung); wird noch ergänzt. Waisenbuch der Herrschaft Winterberg 1656 enthält im vorderen Teil das Waisenbuch von 1650, WB von 1655 im hinteren Teil (ab Aufnahme 58) das WB von 1657.

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